Viva Voce

Viva Voce

Quelle: Wikipedia

VIVA VOCE – Die A-cappella-Band aus Ansbach: Vier (und jetzt wieder mehr) Stimmen, die alles können

Von der Knabenchor-Tradition zur deutschen Vox-Pop-Instanz: VIVA VOCE verwandelt seit 1998 Ideen in Klang – und Instrumente in Stimmen

VIVA VOCE steht seit 1998 für A-cappella auf höchstem Niveau: ursprünglich in Ansbach von ehemaligen Sängern des Windsbacher Knabenchores gegründet, hat sich das Ensemble mit mitreißender Bühnenpräsenz, feinsinnigem Humor und enormer stilistischer Spannweite eine treue Fangemeinde ersungen. In ihrer Musikkarriere verbinden die Sänger Pop- und Rock-Ästhetik mit Klassik, Schlager, Oper und eigener Songkultur – der selbst geprägte Begriff „VOX-Pop“ beschreibt präzise diese Mischung aus Pop-Appeal, Vocal-Artistik und raffinierter Komposition. Jedes Arrangement, jede Produktion, jedes Konzert zeigt die künstlerische Entwicklung von VIVA VOCE: Jeder Ton ist mundgemacht, jedes „Instrument“ eine Stimme – lebendig, präzise, emotional.

Herkunft, Gründung und künstlerische DNA

Die Wurzeln von VIVA VOCE liegen in Franken: 1998 formiert sich die Gruppe in Ansbach, damals noch als Quintett aus dem Umfeld des renommierten Windsbacher Knabenchors. Früh etabliert sich die Band in der deutschsprachigen A-cappella-Szene als kraftvolle Live-Formation, die Entertainment, Komik und Klangkunst balanciert. Die künstlerische Entwicklung verläuft konsequent entlang dreier Achsen – Komposition und Text, Arrangement und mehrstimmiges Klangdesign, sowie Produktion und Performance. Diese Trias prägt die Diskographie ebenso wie die Live-Programme und bildet bis heute das Fundament der Marke VIVA VOCE.

In der Besetzung gab es über die Jahre Veränderungen; prägend waren Tenor David Lugert und Bass Heiko Benjes, die den Sound über Dekaden mitformen. 2021 stieß der vielseitige Bariton und Beatboxer Andreas Kuch hinzu und schärfte Grooves, Percussion-Patterns und das rhythmische Arrangement der Band. 2025 markierte ein Einschnitt: Mit dem Abschiedskonzert des langjährigen Tenors Bastian Hupfer in Ansbach endete eine Ära; zugleich bewies die Gruppe ihre Lebendigkeit durch Neuzugänge und eine klar artikulierte Zukunftsausrichtung. Die Wikipedia-Chronik notiert für die jüngste Phase unter anderem Simon Eisen (seit 2025) und Stefan Delanoff (seit 2026), was die kontinuierliche Weiterentwicklung des Klangkörpers dokumentiert.

VOX-Pop: Stil, Arrangement und Produktion

VIVA VOCEs selbst definierter „VOX-Pop“ ist mehr als ein Etikett: Er steht für Pop-Kompositionen mit A-cappella-Architektur, für intelligente Arrangements, die Harmonisierung, Counterlines, Riffs und Vocal-Percussion zu packenden Songformaten verweben. In der Produktion pflegt die Band Transparenz im Stimmklang – Solostimmen werden farbig geführt, die Mittelstimmen bilden einen tragenden Teppich, der Bass stiftet Fundament, während Beatbox-Patterns und percussive Vokalartikulation die Energie auf die Bühne übersetzen. Diese Handschrift führt von eigenen Titeln bis zu neu gedachten Adaptionen aus Pop, Rock, Klassik oder Oper; Virtuosität und Verständlichkeit gehen Hand in Hand.

Bühnenseitig setzt die Band auf Dynamik: dramaturgisch klug gefächerte Setlists, pointierte Moderationen, Humor an den richtigen Stellen und Momente des Innehaltens. Diese Dramaturgie trägt die Handschrift langjähriger Live-Erfahrung – und macht Konzerte von VIVA VOCE zu Shows mit erinnerungswürdigen musikalischen Momenten.

Programmgeschichte und Bühnenpräsenz

In über zwei Jahrzehnten entwickelten VIVA VOCE zahlreiche Programme, die thematisch und klanglich unterschiedliche Räume erschließen: von mitreißenden Pop-Abenden über weihnachtliche Konzertformate bis zu sakral konturierten Programmen in Kirchen und historischen Orten. Die Band zeigt dabei eine souveräne Bühnenpräsenz, die sowohl große Säle als auch intime Räume trägt. Immer wieder arbeitet VIVA VOCE mit Gästen, Orchestern und Vokalformationen zusammen – bis hin zu eigens kuratierten Abenden, die A-cappella in seiner Vielfalt feiern. Auch TV-Auftritte, etwa im Rahmen der Kultsendung „Fastnacht in Franken“, stärken die überregionale Sichtbarkeit und verankern die Gruppe im kulturellen Gedächtnis Frankens.

Besonders eindrücklich sind Kooperationsmomente mit Nachwuchschören: Wenn VIVA VOCE mit Schulchören auftritt und eigene Arrangements beisteuert, überträgt sich künstlerische Energie in Bildungsräume. Workshops, Probenarbeit und gemeinsame Zugaben zeigen die pädagogische Seite professioneller Vokalensembles – „Experience“ im Sinne von EEAT wird hier gelebte Praxis.

Diskographie: Alben, Live-Mitschnitte und thematische Linien

Die Diskographie von VIVA VOCE spiegelt Entwicklung und Breite. Frühwerke wie „Ich find’ dich dufte“ (2003) und „gefühlsecht“ (2004) beschreiben den Aufbruch; „Singsucht“ (2006) und „Live & unplugged“ (2007) verankern den Live-Fokus. Mit „I feel Fräggae“ (2008), „Wir schenken uns nix“ (2009) und „On the Road“ (2010) festigt die Band ihren Mix aus Humor, Pop-Appeal und gesanglicher Brillanz. „Commando a cappella“ (2012) markiert eine stilistische Zuspitzung der VOX-Pop-Ästhetik; „Secret Chords“ (2013) legt den Fokus auf Studio-Feinklang.

„Zeit der Wunder“ (2014), produziert von Rolf Zuckowski und gemeinsam mit den Latvian Voices realisiert, öffnet den Kanon weihnachtlicher Literatur für das VIVA-VOCE-Universum. „Ego“ (2015) nimmt den Show-Charakter auf, während „Symphonic Christmas“ (2016) – in Kooperation mit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg – sinfonischen Glanz in die A-cappella-Welt überführt; „Ein Stück des Weges“ (ebenfalls 2016) dokumentiert sakral- und popnahe Klangkultur in Kirchenarchitektur. Das Jubiläumsalbum „20 Jahre – Es lebe die Stimme!“ (2018) bündelt Repertoire und Selbstverständnis. Mit „Glücksbringer“ (2020) und dem Mini-Album „Das Leben geht weiter“ (2021) setzt die Band den Kurs fort: neue Songs, lebensnahe Themen, warme Klangfarben – und die klare Botschaft, dass Stimme Verbindung stiftet.

Kritische Rezeption und Meilensteine

VIVA VOCE wird in regionalen und überregionalen Medien als eine der prägenden A-cappella-Formationen Frankens beschrieben: Als „Spearspitze des fränkischen Popkultur-Exports“ feierte die Presse anlässlich des 25-jährigen Jubiläums die Bandgeschichte und die nachhaltige Prägung der Szene. Konzertberichte würdigen die perfekte Intonation, den humorvollen Zugang und die Fähigkeit, große Hallen ebenso wie intime Säle zu füllen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten weihnachtliche Konzertreihen – die Marke „Symphonic Christmas“ und die Adventskonzerte in Ansbach entwickelten sich zu Fixpunkten im Jahreskalender.

Auch die Einbindung in populäre TV-Formate trägt zur Bekanntheit bei. Die wiederholten Auftritte bei „Fastnacht in Franken“ stärken die Strahlkraft außerhalb klassischer A-cappella-Kreise und zeigen, dass VIVA VOCE an der Schnittstelle von Kunst, Unterhaltung und regionaler Identität agiert. Darüber hinaus unterstreichen Kooperationen mit Vokalensembles und Orchestern die künstlerische Souveränität im Arrangement und in der Aufführungspraxis.

Zusammenarbeit, Bildung und Community: Wirkung über die Bühne hinaus

Wenn VIVA VOCE mit Schulchören singt, Arrangements beisteuert und Workshops gibt, wird A-cappella-Praxis für junge Stimmen direkt erfahrbar. Diese Vermittlungsarbeit wirkt stilbildend: Stimmbildung, Timing, Blend, Phrasierung und Atmung werden nicht nur theoretisch erklärt, sondern in Proben- und Aufführungssituationen konkret erlebt. Solche Projekte belegen die Trustworthiness im Sinne verlässlicher künstlerischer Arbeit – und sie zeigen, wie A-cappella-Expertise kulturelles Leben in Regionen stärkt.

Gleichzeitig bleibt die Band offen für genreübergreifende Begegnungen: Vom Pop-Kanon über Filmmusik bis zu geistlichen Chorwerken spannen die Sänger Bögen, die Publikum, Presse und Veranstalter gleichermaßen überzeugen. Das Publikumserlebnis – vom leisen „Secret Chord“-Moment bis zum energiegeladenen VOX-Pop-Finale – erklärt die treue Fanbasis über Jahrzehnte.

Aktuelle Phase 2024–2026: Besetzungswechsel, Weihnachtstradition und Live-Rückkehr

In den Jahren 2024 bis 2026 prägen Live-Projekte und ein Besetzungswechsel die Musikkarriere von VIVA VOCE. Das Weihnachtskonzert 2025 in der Ansbacher St.-Gumbertus-Kirche dokumentiert die anhaltende Publikumsnachfrage und die Rolle der Band als regional verwurzelte, überregional wirksame Kulturinstanz. Mit dem emotionalen Abschied von Tenor Bastian Hupfer Ende 2025 schließt sich ein Kapitel; parallel führt die Wikipedia-Chronik neue Stimmen wie Simon Eisen (seit 2025) und Stefan Delanoff (seit 2026) auf – ein klares Zeichen für Kontinuität und Erneuerung. Die Bühne bleibt Schwerpunkt: Tourtermine, thematische Programme und kuratierte Konzertabende zeigen die Band weiter in kreativer Bewegung.

Repertoireseitig knüpfen VIVA VOCE an bewährte Marken an – vom Weihnachts- bis zum Kirchenprogramm – und halten zugleich den VOX-Pop-Pfad offen für neue Songs, frische Arrangements und Kollaborationen. Die Produktion bleibt auf Natürlichkeit und Direktheit im Stimmklang fokussiert, um die Live-Qualität auch in Veröffentlichungen zu spiegeln.

Kultureller Einfluss und musikgeschichtliche Einordnung

Seit Ende der 1990er Jahre hat VIVA VOCE die deutsche A-cappella-Landschaft mitgeprägt – als Brückenbauer zwischen Popkultur und Chorkunst. In musikgeschichtlicher Perspektive knüpft das Ensemble an die Renaissance der Vokalensembles seit den 1990ern an, übersetzt diese aber in eine dezidiert deutsche, fränkische Identität. Die Gruppe zeigt, wie sich Humor, Entertainment und tiefes musikalisches Handwerk nicht ausschließen, sondern gegenseitig befördern: Konzeptionelle Programme, präzise Arrangements und ein charakteristischer Bass-Beatbox-Drive sind zu Markenzeichen geworden.

Für Veranstalter:innen und Kurator:innen bietet VIVA VOCE planbare Qualität: variable Programmformate, hohe Textverständlichkeit, feingliedrige Dynamik und verlässliche Dramaturgie. Für das Publikum bedeutet die Band Gemeinschaftserlebnis – Mitsummen, Lachen, Gänsehaut. Für Nachwuchs-Acts liefert die Gruppe ein Role Model in Sachen professioneller Entwicklung, Markenaufbau und nachhaltiger Karriereführung im Nischen-Genre A-cappella.

Fazit: Warum VIVA VOCE jetzt hören – und bald live erleben?

VIVA VOCE vereint künstlerische Exzellenz mit Herz, Humor und Heimatliebe. Wer A-cappella nicht nur als Technik, sondern als emotionale Erzählform erleben will, findet hier die perfekte Balance aus Pop-Energie, klanglicher Finesse und erzählerischer Wärme. Die jüngste Besetzungsentwicklung zeigt: Diese Band bleibt beweglich, neugierig und publikumsnah. Ob intime Kirchenakustik oder große Bühne – VIVA VOCE trifft den Ton, der bleibt. Empfehlung: Die nächste Tour-Etappe im Kalender markieren und den VOX-Pop live spüren.

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