Martin Schmitt

Quelle: Wikipedia

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Martin Schmitt – Pianist, Sänger und Klavierkabarettist
Boogie-Woogie-Feuerwerk, bayerischer Witz und virtuoses Jazzpiano: Die Welt von Martin Schmitt
Martin Schmitt ist eine Ausnahmeerscheinung der deutschen Musikszene: ein Pianist, Sänger und Klavierkabarettist, der Blues, Boogie Woogie, Jazz und Soul mit pointiertem Humor, Bühnenpräsenz und erzählerischer Finesse verbindet. 1968 in München geboren, hat er sich mit eigener Handschrift, erstklassiger Komposition und energetischem Live-Entertainment seit den 1980er-Jahren einen Namen gemacht. Seine Musikkarriere vereint künstlerische Entwicklung und handwerkliche Expertise: groovende Linke, strahlende rechte Hand, durchdachte Arrangements – und Texte, die Alltag, Dialekt und Zeitgeist mit Wärme und Witz zusammenbringen.
Schmitts Karriere ist geprägt von künstlerischer Vielseitigkeit: Er ist nicht nur Tastentier und Entertainer, sondern auch Komponist, Texter und Programmgestalter. Die Verbindung aus Piano-Tradition – vom Stride über den klassischen Boogie – und moderner Songkultur verleiht seinem Werk einen unverwechselbaren Ton. In ausverkauften Sälen, auf renommierten Festivals und in TV-Formaten zeigt er, wie Klaviermusik als Bühnenerlebnis Menschen jeden Alters begeistert.
Frühe Jahre: Musikbegeisterung und stilistische Grundierung
Früh begann Martin Schmitt mit Gesang sowie Klavier- und Tubaspiel und fand in der Münchner Szene seine erste künstlerische Heimat. Die Einflüsse von Blues, Boogie Woogie und Jazz lieferten das Fundament seiner musikalischen Sprache. Diese Einbettung in die afroamerikanischen Pianotraditionen, kombiniert mit Singer-Songwriter-Elementen, prägte sein Repertoire und seine Spielhaltung. Bereits in jungen Jahren entwickelte er eine präzise Anschlagkultur, ein druckvolles Bass-Ostinato in der linken Hand und eine melodisch agile rechte Hand – zentrale Merkmale seiner späteren Bühnenästhetik.
Von Beginn an verband er Musikalität mit Humor. Kabarett wurde ein markanter Bestandteil seines Programms: Der Pianist agierte nicht nur als Interpret, sondern als Erzähler, Arrangeur und Komödiant, der dramaturgisch denkt. Diese Doppelrolle – Musik und Comedy – erlaubte ihm, ein breit gefächertes Publikum zu erreichen und jenseits enger Genregrenzen zu wirken.
Aufstieg: Festivalbühnen, TV-Präsenz und künstlerische Leitung
Mit Auftritten auf Festivalbühnen in Deutschland und Europa etablierte sich Schmitt als gefragter Live-Act. Seine Mischung aus Soul, Jazz, Rhythm & Blues und Boogie Woogie machte ihn zum Publikumsliebling – stets getragen von rhythmischer Prägnanz, Improvisationsfreude und charmanter Moderation. Parallel wirkte er als künstlerischer Leiter von Piano-Festivals und brachte so seine kuratorische Perspektive ein: Programme mit Bogen, Dramaturgie mit Drive, Piano als Erlebnis.
Auch im Fernsehen setzte er Akzente: Formate in Bayerischem Rundfunk, SWR, 3sat, BR-alpha und NDR brachten sein Klavierkabarett in die Wohnzimmer eines breiten Publikums. Dieses mediale Echo verstärkte seine Autorität als Bühnenkünstler zwischen Musik und Wort – ein Qualitätsmerkmal, das seine Karriere bis heute begleitet.
Kollaborationen: Von Legenden lernen, im Dialog wachsen
Die Liste seiner Bühnenpartner liest sich wie ein Who’s who unterschiedlicher Szenen: Auftritte mit Chuck Berry und Jerry Lee Lewis verankerten ihn sichtbar in der Rock’n’Roll- und Boogie-Linie, Begegnungen mit Paul Carrack, Helge Schneider, Victoria Tolstoy, Axel Zwingenberger, Stefan Gwildis oder Vince Weber öffneten Türen zu Soul, Jazz, Comedy und Piano-Bluesschulen. Diese Kooperationen stärkten sein stilistisches Vokabular, seine Timing-Sicherheit und sein Gefühl für Songdramaturgie.
Ein weiterer Meilenstein ist seine langfristige Präsenz in großen Sälen: In zweijährigem Turnus füllt er die Münchner Philharmonie – mit Gästen aus Pop, Kabarett und klassischer Musik. Diese Formate zeigen seine Stärke als Host, Arrangeur und Impulsgeber, der zwischen Genres vermittelt und ein Abendprogramm mit rotem Faden formt.
Komposition, Produktion und Medienarbeit
Als Komponist arbeitete Schmitt unter anderem für einen ARD-Thriller mit Klaus Maria Brandauer – Musik, die filmische Spannung und pianistische Handschrift verbindet. Seine Diskographie umfasst Studio- und Live-Produktionen, DVDs und ein Songbuch, das seine Textarbeit dokumentiert. Er nutzt die Bühne als Werkstatt: Neue Titel entstehen aus Beobachtung, Sprachwitz und rhythmischem Einfall, bevor sie in Konzert und Aufnahme ihre definitive Form finden – ein Kreislauf aus Erfahrung, Verfeinerung und Publikumsresonanz.
Die jüngere TV-Präsenz – etwa in Kabarettsendungen der ARD/ARD Mediathek – unterstreicht seine Aktualität. Schmitt denkt programmatisch, thematisiert Technik und Tempo des Alltags, führt Dialekt und Zeitdiagnose zusammen – stets getragen von Grooves, die unmittelbar ins Ohr gehen.
Diskographie: Von Blues-Tradition zu bayerischer Songkultur
Seine Diskographie zeigt die Spannweite vom Boogie-Blues-Pianisten zum deutschsprachigen Songwriter-Entertainer: Handful Of Blues (1993) und Five Feet And The Blues (1995) dokumentieren seine frühe Boogie-&-Blues-Phase, Live at Lloyds (1996, mit Joja Wendt) und Sunrise Joys (1998) führen die Live- und Studioarbeit fort. Mit Capricorn (2000), Look Ahead (2001) und dem Ray-Charles-Tribut (2003) schärft er sein Soul- und R&B-Profil.
20 Years Live On Stage (2006) markiert eine künstlerische Zwischenbilanz; später folgen Schmitt (2009) und Aufbassn! (2012) als programmatische Marken. Von Kopf bis Blues (2015) bündelt sein Selbstverständnis zwischen Groove, Gefühl und Wortwitz. Jetz’ is Blues mit lustig (2022/2023 live und im TV-Kontext präsent) überführt Boogie- und Jazzpiano in bayerisch getextete Songs – ein Signature-Programm, das seine reife Klangsprache zeigt.
Stil und Einflüsse: Linke Hand als Motor, rechte Hand als Erzählerin
Schmitts Klavierspiel lebt von Boogie-Patterns und Blues-Vokabular, vom swingenden Offbeat und einer artikulierten Melodik. Er nutzt klassische Boogie-Figurationen als Motorik und setzt darüber soulige Riffs, jazzige Voicings und gospelnahe Turnarounds. In Balladen treten harmonische Farben und stimmliche Wärme in den Vordergrund; in Uptempo-Nummern brillieren Timing, Perkussivität und spontane Interaktion mit dem Publikum.
Seine Arrangements verbinden komödiantische Pausen, Call-and-Response und sprachrhythmische Pointen mit musikalischen Gesten. Das Ergebnis: ein Bühnenklang, der aus dem Klavier einen ganzen Kosmos macht – Bass, Harmonie, Melodie und Percussion in einer Person, ergänzt durch Gesang und Moderation.
Auszeichnungen und Anerkennung: Autorität durch Leistung
Als Solokünstler erhielt er u. a. den Solistenpreis des Schwarzwald Musikfestivals. Er gewann den Comedy-Preis „Böblinger Mechthild“ und wurde Deutscher Kabarettmeister. 2022 folgte der Fränkische Kabarettpreis. Auch die regionale und überregionale Presse würdigt seine Arbeit – mit Attributen wie „Improvisationsgenie“, „Tausendsassa“ und „Atemberaubende Klavierkunst“. Diese Kritiken spiegeln seine Autorität zwischen Pianokunst, Komik und Entertaining wider.
Die regelmäßige Einladung zu Festivalreihen – etwa in Hamburgs Boogie-Woogie-Szene – sowie prominente Gäste bei Jubiläumsabenden belegen seinen Standing in verschiedenen Milieus: Jazz- und Blues-Community, Kabarettlandschaft, Pop- und Crossover-Kontext.
Aktuelle Projekte 2024–2026: Neue Programme, TV-Specials und Jubiläum
Mit „Schmitt happens“ präsentierte er 2025 in München ein neues Programm und knüpft an das Erfolgsrezept von „Jetz’ is Blues mit lustig“ an. Die Show setzt auf neue Kompositionen, frische Texte und die bewährte Mischung aus Boogie, Soul und kabarettistischem Blick auf den Alltag. 2025 bis 2026 folgten zahlreiche Gastspiele, TV-Auftritte und Festivaltermine – darunter Ausstrahlungen in der öffentlich-rechtlichen Kabarettreihe.
Ein besonderes Highlight bildet sein 40-jähriges Bühnenjubiläum am 26. April 2026 in München – prominent flankiert von geschätzten Weggefährten aus Musik und Kabarett. Angekündigt sind zudem eine limitierte Vinyl-Edition und begleitende Medieninhalte. Diese Aktivitäten zeigen: Schmitt entwickelt seine künstlerische Marke kontinuierlich weiter – vom Programm zum Tonträger, vom Konzert zur TV-Dokumentation.
Kultureller Einfluss: Dialekt, Humor und Piano-Tradition für die Gegenwart
Schmitt übersetzt die Tradition des Boogie- und Bluespianos in eine heutige Bühnenerzählung – mit Dialekt als Stilmittel, Humor als Haltung und Virtuosität als Erzählkraft. Damit weitet er die Wahrnehmung von Klaviermusik jenseits klassischer Konzertsäle: Klavier wird zum Medium für Alltagsnähe und Tiefgang, für gemeinsames Lachen und musikalische Feinheit. Diese Verknüpfung stärkt den Stellenwert des akustischen Pianos im deutschsprachigen Entertainment.
Sein Werk wirkt zugleich genreverbindend: Fans von Jazz, Blues und Soul finden musikalische Substanz; Freunde des Kabaretts erleben Sprache, Timing und Pointen. In dieser Schnittmenge liegt Schmitts kulturelle Signatur – ein Entertainment, das Haltung zeigt, Handwerk feiert und Menschen zusammenbringt.
Stimmen der Fans
Die Reaktionen der Fans zeigen deutlich: Martin Schmitt begeistert Menschen weit über die Boogie-Woogie-Community hinaus. Auf Instagram schwärmt ein Fan: „Die Mischung aus Bluesgroove und bayerischem Humor macht süchtig!“
Ein Kommentar auf Facebook bringt es auf den Punkt: „Ein Abend mit Martin Schmitt ist wie ein energiegeladener Jam – klug, witzig, musikalisch top!“
Fazit
Martin Schmitt ist ein Pianist mit Profil: technisch ausgefeilt, stilistisch vielseitig, dramaturgisch treffsicher. Seine Diskographie verbindet Blues, Boogie, Soul und Songkultur; seine Shows transformieren Klavierkunst in unmittelbares Bühnenerlebnis. Auszeichnungen, Festivalpräsenz und Pressestimmen belegen seine Autorität – seine künstlerische Entwicklung bleibt dynamisch und publikumsnah. Wer Klaviermusik mit Herz, Humor und Hochspannung erleben will, sollte ihn live sehen: Hier treffen Groove und Geist, Virtuosität und Verbundenheit – ein Abend, der nachklingt.
Offizielle Kanäle von Martin Schmitt:
- Instagram: https://www.instagram.com/martinschmitt_klavierkabarett/
- Facebook: https://web.facebook.com/MartinSchmittKlavierkabarett
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Spotify: Kein offizielles Profil gefunden
- TikTok: Kein offizielles Profil gefunden
Quellen:
- Martin Schmitt – Offizielle Website
- Wikipedia – Martin Schmitt (Musiker)
- ARD Mediathek – kabarett.com (Sendung vom 18.03.2025)
- Apple Music – Jetz’ is Blues mit lustig (2023)
- Presse & Kritiken – Auswahl (SZ, Münchner Merkur, Augsburger Allgemeine u. a.)
- Hamburg Boogie Woogie Connection – Künstlerprofil
- Stadt Helmbrechts – Kulturwelten: Martin Schmitt (2025)
- Wikipedia: Bild- und Textquelle
