Markus Kapp

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia
Markus Kapp – Musikkabarettist, Komponist, Texter
Wortwitz mit Flügel: Warum Markus Kapp das Musikkabarett neu auflädt
Markus Kapp, geboren am 17. Juli 1972 in Baden-Baden, verbindet als Musikkabarettist feine Satire mit virtuoser Musikalität. Aufgewachsen in Offenburg, studierte er Germanistik, Philosophie, Musikwissenschaft und Theologie, bevor er in Karlsruhe seine künstlerische Heimat fand. Seit den 2010er-Jahren prägt er Bühnen mit einer unverkennbaren Mischung aus Pianokunst, Gesang, Parodie und präzise gesetzter Pointe – ein Profil, das ihn auf Kleinkunstbühnen im gesamten deutschsprachigen Raum etabliert hat. Seine Programme spiegeln gesellschaftliche Debatten, digitale Lebenswelten und menschliche Schwächen, stets verdichtet zu melodischen Miniaturen, die im Ohr bleiben und zum Weiterdenken einladen.
Biografie: Von Baden-Baden nach Karlsruhe – die künstlerische Entwicklung
Nach dem Abitur am Offenburger Schiller-Gymnasium (1992) und dem Zivildienst folgte ein interdisziplinäres Studium in Freiburg im Breisgau. 2001 erwarb Kapp sein Theologie-Diplom, 2008 das Zweite Staatsexamen fürs Lehramt an Gymnasien. Diese Kombination aus Sprache, Musik und Philosophie prägt bis heute seine Musikkabarett-Ästhetik: präzise formulierte Texte, klanglich fein gezeichnete Kompositionen und eine Haltung, die Humor als Erkenntnisinstrument versteht. In Karlsruhe arbeitet Kapp als Musiker, Texter, Arrangeur und Komponist; parallel engagierte er sich über Jahre in Theaterproduktionen in Karlsruhe, Stuttgart und an Freilichtbühnen der Region. Diese Praxisnähe schärfte seine Bühnenpräsenz und verlieh seinem Repertoire Theaterhandwerk, dramaturgische Stringenz und ein Gespür für Timing.
Musikkarriere und Bühnenpräsenz: Das Profil eines Vielseitigen
Kapps Musikkarriere ist von Vielseitigkeit getragen: Als Pianist mit klassischer Schulung, Songwriter mit Popgespür und Kabarettist mit satirischem Blick kombiniert er Komposition, Arrangement und Text zu einer Einheit. Er spielt Klavier, greift zu Gitarre, Ukulele oder Loopstation und baut seine Nummern aus musikalischen Motiven, Refrain-Hooks und Sprachgrooves. Auf der Bühne ist er Gastgeber, Conférencier und Ein-Mann-Band in Personalunion – stets publikumsnah, mit präziser Artikulation und rhythmischer Pointierung. Seine künstlerische Entwicklung führte vom Ensemble- und Theaterbetrieb zu Soloprogrammen, in denen er gesellschaftliche Themen – von Digitalisierung über Konsum bis Kulturpolitik – musikalisch verdichtet und in dramaturgisch klaren Bögen präsentiert.
Programme: Wir schweifen App – Kapp der guten Hoffnung – WELTKAPP
Mit „Wir schweifen App“ (Premiere 2016) seziert Kapp die Verlockungen und Fallstricke der digitalen Welt. Sprachspiele, Wortkaskaden und ein fein austariertes Song-Set beleuchten Multitasking-Mythen, Social-Media-Rituale und den Verlust des roten Fadens im Informationsrauschen. „Kapp der guten Hoffnung“ (ab 2019) erweitert den Blick: Von gesellschaftlichen Spaltungen über TV-Formate bis zur Sehnsucht nach Orientierung arbeitet Kapp mit satirischen Rollenwechseln und genreoffenen Arrangements. 2024 folgte „WELTKAPP – Mit einem Flügel um die Welt“: ein Soloprogramm, das kulturelle Perspektivwechsel musikalisch erfahrbar macht, getragen von einem Flügel als Reisekamerad. Die Dramaturgie lebt von Kontrastmontagen – lyrische Miniaturen treffen auf bissige Pointen, Reiseskizzen auf Refrain-Haken, die im Gedächtnis haften.
Veröffentlichungen und Diskographie: Vom Bühnenstück zum Tonträger
Kapps Diskographie dokumentiert seine Handschrift als Komponist und Live-Performer. 2016 erschien „Wir schweifen APP“ als Album – ein Katalog seiner frühen Solonummern zwischen Chanson, Pop-Kabarett und Sprechgesang. 2019 folgte „Kapp der guten Hoffnung“, das die größere thematische Spannweite seiner zweiten Solophase hörbar macht. 2024 veröffentlichte er die Musik zu „WELTKAPP – Mit einem Flügel um die Welt“, deren Reisebilder er in klanglich differenzierten, songdienlichen Arrangements einfängt. 2025 bündelte „LIVE – Best Of“ zentrale Nummern aus allen Programmen; die Live-Produktion zeigt Kapp als Entertainer mit dynamischer Interaktion, spontanem Witz und klarem Bühnensound. Die Veröffentlichungen sind auf gängigen Plattformen abrufbar und machen seine Bühnenarbeit über den Aufführungsmoment hinaus erlebbar.
Preise & Auszeichnungen: Autorität durch Qualität
Die kritische Rezeption und eine Reihe von Preisen belegen Kapps Autorität im Feld der Kleinkunst. 2017 setzte er mit Siegen beim SWR3-Comedy-Förderpreis, der „Goldenen Weißwurst“ sowie Spitzenplatzierungen bei weiteren Wettbewerben erste Benchmarks. Es folgten 2018 weitere Auszeichnungen in der Kabarettszene. In den Jahren 2024 und 2025 akzentuierten der 27. Hallertauer Kleinkunstpreis, der „Bronzene Bulle“ in Ulm, der St.-Prosper-Kabarettpreis (1. Platz) sowie der Publikumspreis beim Reinheimer Satirelöwen seinen Status als musikkabarettistische Stimme mit Substanz. Jurybegründungen und Presseberichte heben regelmäßig seine Textdichte, sein musikalisches Einfallsreichtum und die Souveränität der Darbietung hervor.
Hinter den Kulissen: Komposition, musikalische Leitung und Theaterpraxis
Neben der Solokarriere prägen Theater- und Kompositionsaufträge Kapps Arbeit. Als musikalischer Leiter und Autor realisierte er Produktionen am Kammertheater Karlsruhe, am Theaterschiff Stuttgart, am Sandkorn-Theater und an Freilichtbühnen. Diese Praxis schult die Klangdramaturgie seiner Soloshows: Motive werden leitmotivisch geführt, Textrefrains rhythmisch akzentuiert und szenische Übergänge musikalisch gelinkt. Die enge Verzahnung von Wort, Musik und Bühne verleiht seinen Programmen eine theaterhafte Geschlossenheit, die sich in sorgfältigen Arrangements, Temposchattierungen und dynamischen Steigerungen niederschlägt. Theaterproduktionen der letzten Jahre – von satirischen Revueformaten bis zu thematischen Rundumschlägen – dokumentieren seine Vielseitigkeit als Arrangeur, Begleiter und musikalischer Dramaturg.
Aktuelle Projekte und jüngste Stationen
Im Oktober 2024 feierte „WELTKAPP – Mit einem Flügel um die Welt“ Premiere und markierte künstlerisch den Schritt zu einer global erzählten, musikalisch weit ausgreifenden Reisedramaturgie. 2023–2024 verantwortete Kapp u.a. musikalische Leitungen und Produktionen im Raum Karlsruhe und Stuttgart, darunter Projekte am Sandkorn-Theater und am Theaterschiff. Seine Projektliste der letzten Jahre reicht von thematischen Shows („Don’t Worry, Be Happy“, „Wir wollen Meer“) über Musikrevuen bis zu Sonderproduktionen und Tourformaten. Parallel entstanden Tonträgerveröffentlichungen, zuletzt 2025 das Live-Album, das sein Repertoire in kompakten, publikumsnahen Versionen abbildet. Diese Kontinuität zwischen Bühne, Studio und Theaterbetrieb hält sein Profil präsent – und speist die Aktualität seiner Soloprogramme.
Stil & Handschrift: Satire, Songcraft, Spielfreude
Kapps Genre ist das Musikkabarett in moderner Lesart: Er verbindet Chanson-Elemente, Pop-Harmonik, Jazz-Andeutungen und Sprechgesang mit kabarettistischer Zuspitzung. Seine Kompositionen sind melodieaffin, die Arrangements schlank und pointenfreundlich, die Produktion setzt auf Textverständlichkeit und klangliche Transparenz. Die Bühnenpräsenz lebt von präzisem Timing, szenischen Sketchen und einer Interaktion, die das Publikum als Mitdenker einbezieht. Inhaltlich kreisen die Nummern um Alltagsbeobachtungen, Medienkritik, Kultur und Politik – stets im Tonfall der spielerischen Demaskierung. Kapps künstlerische Entwicklung zeigt ein wachsendes Repertoire an Klangfarben: vom intimen Klavierlied bis zum loopbasierten Groove, vom Parodie-Medley bis zur nachdenklichen Ballade.
Kultureller Einfluss & Einordnung
Im Feld zwischen Kabarett, Chanson und Kleinkunst steht Kapp in der Tradition satirischer Liedkultur, aktualisiert diese jedoch mit popnaher Textökonomie und digitaler Themenkompetenz. Seine Diskographie dient nicht bloß als Mitschnitt der Programme, sondern als eigenständiges Werk mit sorgfältiger Songdramaturgie. Die Preise der letzten Jahre belegen, dass seine Mischung aus Präzisionshumor, musikalischem Handwerk und gesellschaftlichem Sensorium ankommt – bei Jurys ebenso wie beim Publikum. Regional verankert und überregional unterwegs, trägt er zur Sichtbarkeit des Musikkabaretts als eigenständiger, zeitgemäßer Bühnenform bei.
Fazit: Warum man Markus Kapp live erleben sollte
Markus Kapp ist einer der Künstler, die Musik, Text und Theaterdenken zu einer schlüssigen Performance verschmelzen. Wer seine Programme besucht, erlebt musikalische Intelligenz, komische Präzision und eine künstlerische Entwicklung, die stetig neue Perspektiven eröffnet. Die Live-Dynamik – vom stillen Klaviermoment bis zur pointierten Satire-Arie – macht seine Abende zu konzertanten Kabarettreisen. Wer Musikkabarett liebt, sollte Kapp live hören: wegen der Kunst der kleinen Form, der großen Themen – und eines Flügels, der zum Reiseziel wird.
Offizielle Kanäle von Markus Kapp:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Spotify: Kein offizielles Profil gefunden
- TikTok: Kein offizielles Profil gefunden
Quellen:
- Markus Kapp – Offizielle Website
- Markus Kapp – Programme
- Markus Kapp – Aktuelle Projekte (Vita/Projekte)
- Markus Kapp – Vita
- Markus Kapp – Kontakt/Management (Agentur Rosa Wagner)
- Agentur Rosa Wagner – Künstlerprofil Markus Kapp
- Wikipedia – Markus Kapp
- Apple Music – Wir schweifen APP (2016)
- iMusician – LIVE – Best Of (2025)
- Amazon Music – Wir schweifen APP (Trackliste)
- Südwest Presse – „Goldener Bulle“ Ulm (Bericht, 2024)
- Kleinkunst Unterpindhart – Hallertauer Kleinkunstpreis (2024)
- LEO-BW – Personenlexikon: Markus Kapp
- INKA Stadtmagazin – Sandkorn-Show „In der Mitte ist ein Loch“ (2024)
