Leben ohne Geländer – ein Zwiegespräch in der KunstBOX Traunstein


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Ein Denkraum aus Sprache, Erinnerung und Gegenwart
Mit Leben ohne Geländer – ein Zwiegespräch eröffnet in der KunstBOX am Campus St. Michael eine Ausstellung, die Kunst nicht als dekoratives Objekt, sondern als offenes Gespräch begreift. Karolin Bräg verwandelt den Raum in eine Installation aus Textfragmenten, Stimmen und lesbaren Spuren des Alltäglichen. Die Eröffnung am 15. September 2026 ist kostenfrei und lädt dazu ein, eine Ausstellung zu erleben, die Nähe, Verletzlichkeit und Hoffnung in eine präzise künstlerische Form bringt.
Text als Material, Raum als Resonanzkörper
Im Zentrum der Präsentation stehen handschriftlich festgehaltene Merkkärtchen und neue Textarbeiten, die sich über die Wandflächen und die Fensterfront der KunstBOX ausdehnen. Die Arbeit gewinnt ihre Kraft aus der Spannung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. Was zunächst fragmentarisch erscheint, entfaltet im Raum eine stille, intensive Ausstellungsatmosphäre. Die ästhetische Erfahrung entsteht aus der Balance von Schriftbild, Oberfläche und architektonischer Umgebung.
Karolin Bräg und die Kunst des Zuhörens
Karolin Bräg, 1961 in Köln geboren, studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ihre Arbeit kreist seit Jahren um existenzielle Themen, um Gespräche, Abschied, Identität und die Frage nach dem guten Leben. Kunsthistorisch steht sie an einer Schnittstelle von Konzeptkunst, partizipativer Kunst und raumbezogener Installation. Ihre Werke verwandeln persönliche Aussagen in allgemeingültige Erfahrungen und öffnen Werkbetrachtung als soziale Praxis.
Ein Archiv gelebter Erfahrung
Die Ausstellung übernimmt für eine begrenzte Zeit das Archiv der Künstlerin und macht daraus einen lebendigen Denkraum. Aus realen Gesprächen verdichtete Sätze erzählen von Verlust, Zuversicht und menschlicher Anfälligkeit. Der Campus St. Michael wird damit nicht nur Ort der Präsentation, sondern Teil der künstlerischen Setzung. Die Fensterfront erweitert die Arbeit nach außen und lässt sie in den Alltag hineinwirken. Genau darin liegt die besondere Qualität dieser Rauminszenierung.
Beteiligung und kulturelle Bildung
Besucherinnen und Besucher werden ausdrücklich eingeladen, eigene Gedanken zur Frage Was ist ein gutes Leben? auf Karten zu notieren. Damit verbindet die Ausstellung kunstpädagogische Offenheit mit partizipativer Beteiligung. Solche Formate stärken kulturelle Bildung, fördern Reflexion und machen aus dem Museums- oder Ausstellungsbesuch ein bewusstes Kunsterlebnis. Wer den Raum betritt, begegnet nicht nur einer Installation, sondern auch einem kollektiven Archiv persönlicher Perspektiven.
Fazit
Leben ohne Geländer – ein Zwiegespräch verspricht eine konzentrierte, berührende und intellektuell anspruchsvolle Ausstellungseröffnung in Traunstein. Wer sich für zeitgenössische Kunst, Sprache als Material und dialogische Installationen interessiert, sollte diesen Termin live erleben. Die KunstBOX wird für einen Abend und darüber hinaus zu einem Ort des Innehaltens, des Mitdenkens und des Wiederentdeckens von Nähe.
Offizielle Kanäle von Karolin Bräg:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.karolin-braeg.de/










