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Zeitreise Traunstein: Maxplatz, Jacklturm & Eisenbahnviadukt

Zeitreise durch Traunstein – Rundgänge, Ausstellungen & Workshops zu alten Fotos

Entdecke Traunstein im Bildwandel: Vorschau auf kommende „Damals–Heute“-Rundgänge, Ausstellungen, Mitmach-Workshops und digitale Aktionen rund um historische Fotos von Maxplatz, Jacklturm, Stadtpfarrkirche St. Oswald, Scheibenstraße und dem Eisenbahnviadukt.

Einleitung: Wenn alte Fotos die Stadt von morgen erzählen

Traunstein setzt in nächster Zeit verstärkt auf Formate, die historische Fotografien in die Gegenwart holen – mit geführten Touren, offenen Werkstatt-Terminen, Ausstellungen und digitalen Mitmachaktionen. Ziel ist, den Stadtraum gemeinsam neu zu lesen: vom Maxplatz über den Jacklturm bis zum Eisenbahnviadukt. Wer teilnimmt, erlebt, wie alte Aufnahmen nicht nur Erinnerung sind, sondern auch helfen, Veränderungen im Stadtbild bewusster wahrzunehmen.

Programmüberblick: Formate, die demnächst stattfinden

  • Geführte „Zeitsprung“-Rundgänge: Kompakte Stadtspaziergänge mit Gegenüberstellungen historischer und aktueller Ansichten. Stationen sind unter anderem Maxplatz, Stadtpfarrkirche St. Oswald, Scheibenstraße, Bahnhofstraße und das Eisenbahnviadukt.
  • Foto-Ausstellungen im Stadtraum: Freiluft-Displays an ausgewählten Plätzen sowie eine begleitende Indoor-Präsentation mit großformatigen Paarbildern (Damals–Heute) und nachvollziehbaren Quellenangaben.
  • Mitmach-Workshops: Praxis-Einheiten zu Perspektive, Brennweiten, Bildvergleich und sauberer Quellenarbeit. Teilnehmende erstellen eigene Re-Fotos und erhalten Feedback zu Recherche, Aufnahmetechnik und Metadaten.
  • Digitale Aktionen: Geplante Social-Media-Challenges und Online-Galerien, in denen lokale Motive eingereicht, verglichen und kuratiert werden.
  • Vorträge & Gesprächsrunden: Kurzimpulse von Historiker:innen, Archivar:innen und Fotografie-Expert:innen zu Quellenlage, Denkmalpflege und Bildethik, anschließend moderierte Diskussion.

Demnächst auf den Touren: Schauplätze und Themen

  • Maxplatz: Marktplatzmotive, Fassadenabfolgen, Blickbeziehungen und der Marktverkehr im Wandel der Jahrzehnte.
  • Jacklturm: Turmsilhouette, Sichtachsen, Bauzustände und ikonische Postkartenansichten.
  • Stadtpfarrkirche St. Oswald: Kirchplatz, Turm- und Dachformen sowie stadtbildprägende Perspektiven.
  • Scheibenstraße und Bahnhofstraße: Alltagsfotografie, Geschäfte und Mobilitätswandel (Straßenraum, Parken, Verkehrsführung).
  • Eisenbahnviadukt: Technik-Ikone, Stadtpanoramen und Fernbezüge in Richtung Alpen.

Die Rundgänge verbinden historische Bildquellen mit aktuellen Vergleichsaufnahmen. Kurze Methoden-Hinweise zur Bildinterpretation – etwa zu Blickhöhe, Brennweite, Beschnitt, Retusche und typischen Perspektiv-Konventionen früher Ansichtskarten – helfen, Unterschiede korrekt einzuordnen und nicht vorschnell als „Fehler“ zu bewerten.

Mitmachen: So bereitest du dich auf kommende Formate vor

  1. Motivliste anlegen: Wähle Orte, die du vergleichen willst (z. B. Maxplatz, Jacklturm, Stadtpfarrkirche St. Oswald, Scheibenstraße, Eisenbahnviadukt).
  2. Quellen strukturiert sammeln: Recherchiere über Portale und Kataloge (siehe Quellen unten) und speichere Permalinks sowie alle Angaben, die du findest (Datum, Fotograf:in, Bestand/Signatur, Institution, Lizenz).
  3. Standort nachstellen: Suche den historischen Kamerastandpunkt (oder eine sichere, nahe Alternative). Achte auf vergleichbaren Blickwinkel, passende Brennweite (oft ca. 24–28 mm Kleinbild-Äquivalent), senkrechte Ausrichtung und ähnliches Licht.
  4. Metadaten dokumentieren: Notiere Datum der Neuaufnahme, exakten Ort, Blickrichtung, verwendete Brennweite sowie die Quelle des historischen Bildes. Das macht deine Arbeit nachvollziehbar und später leichter auffindbar.
  5. Einreichen & teilen: Reiche deine „Damals–Heute“-Paare im Rahmen der digitalen Aktionen ein oder bringe sie in Workshops mit, um Bildvergleich und Quellenangaben gemeinsam zu prüfen.

Praxisleitfaden für Re-Fotos: Qualität, Nachvollziehbarkeit, Fair Use

Was du mitbringen solltest

  • Smartphone oder Kamera (auch Kompaktkamera genügt), optional ein kleines Stativ
  • Ausdruck oder Screenshot des historischen Motivs (mit Quellenangaben), damit du Blickwinkel und Bildausschnitt vor Ort leichter triffst
  • Notiz-App oder Zettel für Metadaten (Ort, Blickrichtung, Datum, Besonderheiten)

So werden Vergleiche besonders aussagekräftig

  • Gleicher Horizont, gleiche Höhe: Viele Abweichungen entstehen durch veränderte Augenhöhe oder Standortverschiebungen um wenige Meter.
  • Vertikale Linien gerade halten: Wenn möglich, die Kamera ausrichten (oder später moderat entzerren) – so bleiben Fassaden und Türme vergleichbar.
  • Kontext sichtbar lassen: Ein minimal größerer Bildausschnitt hilft, Veränderungen im Straßenraum verständlich zu machen.
  • Transparenz über Abweichungen: Wenn ein Standpunkt heute nicht zugänglich oder nicht sicher ist, ist eine dokumentierte Alternative besser als ein riskantes Foto.

Rechte, Lizenzen und faire Bildnutzung

Historische Bilder unterliegen oft Urheber- oder Nutzungsrechten – auch dann, wenn sie online auffindbar sind. Für Ausstellungen, Veröffentlichungen oder Social-Media-Posts sollte vorab geprüft werden, welche Lizenz gilt und wie korrekt zu zitieren ist. Für eigene Re-Fotos gelten zusätzlich Persönlichkeitsrechte (z. B. erkennbare Personen) sowie Hausrecht auf Privatgrund.

Barrierefreiheit, Sicherheit und praktische Hinweise

  • Zugänglichkeit: Bei Rundgängen werden nach Möglichkeit stufenarme Wege, gut erreichbare Haltepunkte und ausreichend Pausen eingeplant. Detailinfos werden üblicherweise mit der jeweiligen Terminankündigung veröffentlicht.
  • Sicherheit im Straßenraum: Fotografiere nur von sicheren Standpunkten, beachte Verkehr, Sichtlinien, Radwege und Halteverbote. Keine Fotos „aus der Fahrbahn“ für den perfekten Winkel.
  • Wetter & Ausrüstung: Outdoor-Formate sind wetterabhängig. Sinnvoll sind wetterfeste Kleidung, rutschfeste Schuhe und ein Regenschutz für Kamera/Smartphone.
  • Respekt vor Orten: Besonders an Kirchen, Denkmälern und auf Friedhofsbereichen gilt: ruhig verhalten, keine störenden Aufbauten, Hinweisschilder beachten.

Wozu das alles? Wirkung künftiger Bildformate in Traunstein

  • Mehr Stadtverständnis: Bildvergleiche machen Entwicklungslinien sichtbar und fördern den Diskurs über Baukultur, Stadträume und Alltagsgeschichte.
  • Beteiligung: Bürger:innen können eigene Alben, Funde und Erinnerungen einbringen – Wissen wird gemeinschaftlich erweitert und sorgfältiger dokumentiert.
  • Vernetzung: Archive, Museen, Schulen und Vereine können enger zusammenarbeiten, um historische Quellen und neue Re-Fotos besser zugänglich zu machen.
  • Dokumentation: Die heute entstehenden Vergleichsaufnahmen werden zu Bildquellen von morgen und ergänzen das visuelle Gedächtnis der Stadt.

Digitale Begleitung und Veröffentlichung

Die kommenden Formate werden voraussichtlich digital begleitet – etwa durch Online-Ankündigungen, Einreichmöglichkeiten für Vergleichsbilder und kuratierte Galerien. Leitfäden zur Quellenangabe und zur verantwortungsvollen Nachnutzung helfen, Beiträge dauerhaft auffindbar zu machen, Missverständnisse zu vermeiden und Rechte korrekt zu beachten.

Quellen und Planungshilfen für historische Fotos zu Traunstein

  1. bavarikon – Suche „Traunstein“ — Kulturportal Bayern, historische Fotos und Ansichtskarten (accessed 2026-04-03)
  2. Bayerische Staatsbibliothek – Digitale Sammlungen — Karten- und Bildbestände, Online-Recherche (accessed 2026-04-03)
  3. Deutsche Digitale Bibliothek — Metasuche über Museen und Archive, Permalinks (accessed 2026-04-03)
  4. Archivportal‑D — Archivübergreifende Recherche zu Beständen (accessed 2026-04-03)
  5. Denkmal‑Atlas Bayern (BLfD) — Denkmaldaten zu Bau- und Nutzungsgeschichte (accessed 2026-04-03)
  6. Deutsche Nationalbibliothek – Katalog: ISBN 978‑3‑95400‑040‑1 („Zeitsprünge Traunstein“) — Bibliografischer Nachweis (accessed 2026-04-03)

Hinweis: Für alle Bildquellen gelten die jeweiligen Lizenz- und Nutzungsbedingungen der anbietenden Archive und Portale.

Hinweis: Dieser Überblick beschreibt ausschließlich kommende Formate und allgemeine Vorbereitungstipps. Verbindlich sind die jeweiligen offiziellen Veranstaltungsankündigungen und Teilnahmebedingungen der Organisator:innen.

Last reviewed: 2026-04-03

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